Ulrich Ferber: Was über Andrea Bergs Ehemann wirklich belegt ist

Ulrich Ferber ist der Ehemann der Schlagersängerin Andrea Berg – und daneben seit Jahrzehnten selbst Unternehmer. Der um 1960 geborene Schwabe aus Kleinaspach führt das familiengeführte Erlebnishotel Sonnenhof, gründete 1999 die Spielerberater-Agentur fair-sport und zählt zu den prägenden Figuren hinter dem Fußballverein SG Sonnenhof Großaspach. Eine Krankheit ist bei ihm öffentlich nicht dokumentiert; Videos, die von seinem Tod oder einer schweren Diagnose erzählen, halten der Quellenprüfung nicht stand.

Wie alt Ferber genau ist, lässt sich aus Berichten nur eingrenzen: Die Backnanger Kreiszeitung porträtierte ihn 2020 anlässlich seines 60. Geburtstags, die Bild nannte ihn im April 2026 66 Jahre alt – geboren demnach um 1960. Noch online abrufbare ältere Porträts geben sein Alter mit dem Wert ihres Erscheinungsjahres wieder, ein Beitrag von 2016 etwa mit 53 Jahren. Andere Namensträger wie der Historiker Magnus Ulrich Ferber gehören nicht zu diesem Thema.

Ein Familienbetrieb mit 550 Betten

Ferber wurde in Aspach geboren und ist dort aufgewachsen. Er absolvierte im elterlichen Betrieb eine Bäcker- und Konditorlehre und ergänzte sie um eine Hotelfachausbildung; ein Studium hat er nie begonnen. Seine Eltern hatten das Hotel Sonnenhof 1966 mit 13 Gästezimmern außerhalb von Kleinaspach aufgebaut. 1986 übernahmen Ferber und sein Bruder Klaus die Geschäftsführung und bauten den Betrieb von rund 160 auf heute 550 Betten aus. Mit mehr als 100.000 Übernachtungen im Jahr zählt das Haus in einer Region, die kein klassisches Urlaubsziel ist, zu den ungewöhnlichsten Erfolgsfällen der Branche. Sportvereine, die dort ihre Trainingslager abhielten, wurden zum Ausgangspunkt seines zweiten Standbeins.

Zwanzig Jahre Spielerberater – vom Detári-Deal bis Kimmich

Als Spieler brachte es Ferber mit dem FC Viktoria Backnang unter Trainer Ralf Rangnick in die Landesliga. Als Funktionär wirkte er deutlich stärker: 1986 gründete er mit Freunden den FC Sonnenhof Kleinaspach, aus dem 1994 die SG Sonnenhof Großaspach hervorging. Der Klub arbeitete sich bis in die 3. Liga hoch. Weil der DFB ab der Regionalliga ein Stadion verlangt, überzeugte Ferber 13 private Investoren, 15 Millionen Euro für eine Arena mit 10.000 Plätzen aufzubringen; eingeweiht wurde sie im August 2011 mit einem Freundschaftsspiel gegen den VfB Stuttgart.

Seinen ersten Transfer begleitete er bereits 1988: Er vermittelte den Wechsel von Lajos Detári von Eintracht Frankfurt zu Olympiakos Piräus – mit 7,5 Millionen Mark der bis dahin teuerste der Bundesligageschichte, ohne Honorar. 1999 erwarb er die FIFA-Beraterlizenz und gründete die fair-sport GmbH. Den Durchbruch als Berater brachte der Wechsel des Weißrussen Aljaksandr Hleb zum VfB Stuttgart im Jahr 2000, dessen 300.000 Mark Ablöse Ferber aus eigener Tasche bezahlte. Später zählten Spieler wie Joshua Kimmich, Mario Gomez und Bernd Leno zu seinen Klienten; 2020 standen rund 35 Fußballer bei fair-sport unter Vertrag. Kurz darauf zog er sich aus dem aktiven Beratungsgeschäft zurück und überließ die Agentur dem heutigen Geschäftsführer Joannis Koukoutrigas. Das Hotel führt er weiter und kümmert sich um das Schlagergeschäft seiner Frau.

Im Fußball blieb er präsent: Im April 2026 warb der Klub-Mäzen in einem Bild-Bericht für das sogenannte Kompassmodell der geplanten Regionalliga-Reform. Sein Sohn Michael leitet als Sportvorstand die Geschicke der SG, die zum Zeitpunkt des Berichts die Südwest-Staffel anführte.

Zwei Söhne, eine Stieftochter

Ferber hat zwei Söhne aus erster Ehe. Andreas Ferber, Jahrgang 1983, betreut als Musikmanager die Karriere seiner Stiefmutter und ist seit 2017 mit der Sängerin Vanessa Mai verheiratet. Michael Ferber ist der Sportvorstand der SG Sonnenhof Großaspach. Andrea Berg brachte ihre Tochter Lena-Maria, Jahrgang 1998, mit in die Familie; seit der Hochzeit 2007 lautet ihr bürgerlicher Name Andrea Ferber.

Kennengelernt hatte das Paar sich im Februar 2003 bei einem Auftritt der Sängerin im Sonnenhof – Berg war zu diesem Zeitpunkt noch mit Olaf Henning verheiratet, die Ehe wurde 2004 geschieden. Am 27. Juni 2007 folgte die Trauung in der St.-Nikolaus-Kirche in Kleinaspach, wo beide auch leben. Im Juni 2026 feierten sie ihren 19. Hochzeitstag.

Krankheit und Todesmeldungen: die Faktenlage

Dass Ulrich Ferber erkrankt ist, ist in verlässlichen Quellen nicht dokumentiert – weder in Interviews noch in Berichten etablierter Medien oder offiziellen Seiten. Die Suchanfragen zu diesem Thema speisen sich offenbar aus YouTube-Videos, die von Ferbers Tod oder einem „schwersten Abschied“ erzählen und teils sogar den Tod Andrea Bergs behaupten. Die Realität sieht anders aus: Berg veröffentlichte am 9. Oktober 2026 die neue Edition ihres Best-of-Albums, trat am 3. Oktober 2026 in „Inas Nacht“ auf und stand am 17. Oktober 2026 bei der Schlagerbooom auf der Bühne. Ferber, der sie 2025 überraschend auf die Schlagerbooom-Bühne begleitet hatte, ist nach allen verfügbaren Informationen aktiv wie zuvor.

Mehr Blogs: Nicole Flender

Quellen: Bild (23.04.2026) | BKZ – „Der Macher vom Sonnenhof“ (2020) | Goal/SPOX-Interview (2021) | t-online (aktualisiert 28.06.2026) | Merkur (08.10.2024)

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