Elmar Theveßen ist ein deutscher Fernsehjournalist, Auslandskorrespondent und Sachbuchautor. Seit März 2019 leitet er das ZDF-Studio in Washington und berichtet insbesondere über die Politik der Vereinigten Staaten, internationale Konflikte und die transatlantischen Beziehungen. Geboren wurde er am 3. Juni 1967 in Viersen; im Juli 2026 ist er 59 Jahre alt.
Bekannt ist Theveßen vor allem durch seine Analysen in Nachrichtensendungen, politischen Gesprächsformaten und ZDF-Dokumentationen. Öffentliche Aufmerksamkeit erhielt er außerdem durch seine Bücher über Terrorismus, Donald Trump sowie den Machtkonflikt zwischen den USA und China. Über seine Ehe, mögliche Kinder und weitere private Lebensumstände liegen dagegen keine zuverlässig bestätigten öffentlichen Angaben vor.
Die wichtigsten Fakten im Überblick
Vollständiger Name: Elmar Theveßen
Geburtsdatum: 3. Juni 1967
Geburtsort: Viersen in Nordrhein-Westfalen
Alter: 59 Jahre, Stand Juli 2026
Beruf: Fernsehjournalist, Auslandskorrespondent und Buchautor
Aktuelle Position: Leiter des ZDF-Studios Washington
Bekannt für: Berichterstattung über US-Politik, internationale Sicherheit, Extremismus und Terrorismus
Wer ist Elmar Theveßen?
Elmar Theveßen gehört seit den frühen 1990er-Jahren zum journalistischen Umfeld des ZDF. In seiner Laufbahn arbeitete er als politischer Reporter, Nordamerika-Korrespondent, Redakteur und Führungskraft in der Nachrichtenzentrale des Senders. Seit 2019 steht er erneut an der Spitze des Washingtoner Studios.
Das ZDF-Studio Washington berichtet nicht nur aus den Vereinigten Staaten. Zu seinem Zuständigkeitsbereich gehören nach Angaben des Senders auch El Salvador, Guatemala, Haiti, Honduras, Jamaika, Kuba, Mexiko, Nicaragua und Panama. Als Studioleiter liefert Theveßen Berichte und politische Einordnungen für unterschiedliche Nachrichten- und Informationssendungen des ZDF.
Seine Arbeit konzentriert sich besonders auf Entwicklungen im Weißen Haus, amerikanische Wahlkämpfe, gesellschaftliche Konflikte und die internationale Rolle der USA. Durch seine langjährige Tätigkeit in Washington wird er vom ZDF regelmäßig zur Einordnung amerikanischer Innen- und Außenpolitik eingesetzt.
Was hat Elmar Theveßen studiert?
Von 1987 bis 1993 studierte Theveßen Politische Wissenschaft, Geschichte und Germanistik in Bonn. Er beendete das Studium mit dem Abschluss Magister Artium. Bereits während seiner Studienzeit arbeitete er frei für eine Zeitung und einen lokalen Hörfunksender.
Zwischen 1990 und 1991 studierte er außerdem Foreign Policy und Journalism an der American University in Washington, D.C. Parallel sammelte er praktische Erfahrungen bei Channel 5 Fox und der Deutschen Rundfunkagentur RUFA. Seine akademische Ausbildung verband damit politische und historische Fachkenntnisse mit journalistischer Praxis in Deutschland und den USA.
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Wie verlief seine Karriere beim ZDF?
Von 1991 bis 1995 arbeitete Elmar Theveßen als freier Mitarbeiter im ZDF-Studio Bonn. Dort war er unter anderem verantwortlicher Redakteur der politischen Sendung „Bonn direkt“ und berichtete über Innen- und Bildungspolitik.
1995 wechselte er erstmals als Nordamerika-Korrespondent in das ZDF-Studio Washington. Diese Position hatte er bis 2001 inne. Anschließend arbeitete er für das politische Magazin „Frontal21“ im ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin.
Von 2003 bis 2007 war Theveßen Chef vom Dienst der ZDF-Hauptredaktion Aktuelles. Im Juni 2007 übernahm er die Leitung der Hauptredaktion und wurde zugleich stellvertretender Chefredakteur des Senders. Diese Führungspositionen übte er bis Februar 2019 aus.
Im März 2019 kehrte Theveßen nach Washington zurück und übernahm dort die Leitung des ZDF-Studios. Zuvor hatte er das Studio bereits aus seiner Zeit als Nordamerika-Korrespondent gekannt. Seine Laufbahn umfasst damit sowohl langjährige Auslandserfahrung als auch mehr als ein Jahrzehnt in der Führung der ZDF-Nachrichtenredaktion.
Welche Bücher hat Elmar Theveßen geschrieben?
Neben seiner Fernseharbeit veröffentlichte Theveßen zahlreiche politische Sachbücher. Viele davon beschäftigen sich mit Terrorismus, islamistischem Extremismus, der amerikanischen Politik und internationalen Machtverschiebungen.
Zu seinen Veröffentlichungen gehören „Schläfer mitten unter uns“ aus dem Jahr 2002, „Die Bush-Bilanz“ von 2004 und „Terroralarm“ von 2005. Es folgten „Wissen, was stimmt: Al-Qaida“ im Jahr 2009 sowie „Nine Eleven“ im Jahr 2011.
2016 erschien „Terror in Deutschland – Die tödliche Strategie der Islamisten“. In „Die Zerstörung Amerikas“ befasste sich Theveßen 2020 mit Donald Trump und den Veränderungen der amerikanischen Gesellschaft. Das 2022 veröffentlichte Buch „Kampf der Supermächte“ behandelt den zunehmenden Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China.
Sein Buch „Deadline – Wie das System Trump die Demokratie aushöhlt und uns alle gefährdet“ erschien am 30. Mai 2025 im Piper Verlag. Darin beschreibt Theveßen seine Einschätzung der politischen und institutionellen Folgen einer erneuten Trump-Präsidentschaft. Der Verlag führt das Werk als 288-seitiges Hardcover.
Welche Auszeichnungen erhielt Elmar Theveßen?
Theveßen erhielt bereits 1994 den Medienpreis des Deutschen Bundestages. In den Jahren 1998, 2001 und 2002 folgten Auszeichnungen der RIAS-Kommission.
2012 wurde er im Zusammenhang mit der ZDF-Berichterstattung über die Olympischen Sommerspiele mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. In den Angaben des Fernsehpreises wird Theveßen bei der ausgezeichneten Produktion in seiner damaligen Funktion als stellvertretender ZDF-Chefredakteur aufgeführt.
Im Jahr 2023 erhielt er den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für Fernsehjournalismus. Die Jury würdigte dabei seine Sachkenntnis, seine Berufserfahrung und seine Fähigkeit, aktuelle politische Entwicklungen in größere Zusammenhänge einzuordnen. Die Auszeichnung ging im selben Jahr ebenfalls an die ARD-Korrespondentin Ina Ruck.
Warum geriet Elmar Theveßen in die Kritik?
Im September 2025 wurde Theveßen wegen einer Aussage über den kurz zuvor getöteten amerikanischen Aktivisten Charlie Kirk kritisiert. In einem Gesprächsbeitrag entstand der Eindruck, Kirk habe ausdrücklich gesagt, Homosexuelle müssten gesteinigt werden.
Das ZDF stellte später klar, dass Kirk eine Bibelstelle zitiert und diese im Zusammenhang mit einer Debatte über die wörtliche oder selektive Auslegung religiöser Texte verwendet hatte. Er habe nicht ausdrücklich zur Steinigung homosexueller Menschen aufgerufen. Das ZDF bezeichnete Theveßens verkürzte Darstellung deshalb als missverständlich und in dieser Form falsch.
Der frühere US-Botschafter Richard Grenell forderte anschließend öffentlich, Theveßen das US-Visum zu entziehen. Das ZDF und der Deutsche Journalisten-Verband wiesen die Forderung zurück und verwiesen auf die Presse- und Meinungsfreiheit.
Ist Elmar Theveßen verheiratet und hat er Kinder?
Über den Familienstand von Elmar Theveßen liegen keine belastbaren öffentlichen Informationen vor. In den offiziellen Biografien des ZDF, seines Verlags und der Organisation des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises werden weder eine Ehefrau noch eine Partnerin oder Kinder genannt.
Das bedeutet nicht, dass Theveßen unverheiratet ist oder keine Kinder hat. Es bedeutet lediglich, dass diese Angaben durch zuverlässige und öffentlich zugängliche Quellen nicht bestätigt sind. Namen und familiäre Details, die auf einzelnen Biografie- oder Unterhaltungswebsites erscheinen, sollten daher nicht als gesicherte Tatsachen übernommen werden.
Auch sein genauer privater Wohnort ist nicht zuverlässig dokumentiert. Seine berufliche Tätigkeit als Leiter des ZDF-Studios Washington lässt keine belastbare Schlussfolgerung über seinen dauerhaften privaten Wohnsitz zu.
Quellen
ZDF-Presseportal Die offizielle Biografie bestätigt Elmar Theveßens Geburtsdatum, Ausbildung, berufliche Stationen, Auszeichnungen und Veröffentlichungen.
ZDF-Kommunikation Die Mitteilung zum Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis dokumentiert seine aktuelle Position, frühere Führungsaufgaben und die Auszeichnung im Jahr 2023.
Piper Verlag Die Verlagsseite bestätigt Titel, Erscheinungsdatum, Umfang und thematische Ausrichtung des Buches „Deadline“.
Der Deutsche Fernsehpreis Das Preisarchiv führt Theveßen bei der ausgezeichneten Berichterstattung über die Olympischen Sommerspiele 2012 als stellvertretenden ZDF-Chefredakteur auf.
ZDFheute Die Korrekturseite dokumentiert die fehlerhafte Verkürzung von Theveßens Aussagen über Charlie Kirk und die anschließende Richtigstellung.
Konrad Adam ist Autor bei The Blogus und schreibt über das Leben, die Karriere und den persönlichen Hintergrund bekannter Persönlichkeiten aus Deutschland und der internationalen Öffentlichkeit. Sein Schwerpunkt liegt auf sorgfältig recherchierten Biografien, aktuellen Karrierestationen und interessanten Fakten über Prominente. Dabei legt er Wert auf verständliche, sachliche und übersichtlich aufbereitete Inhalte.
