Lasse Fischer: Was über Anke Engelkes Sohn wirklich bekannt ist – und welche Angaben verwechselt werden

Lasse Fischer ist der ältere der beiden Söhne von Anke Engelke und dem Musiker Claus Fischer. Er wurde im Juli 2005 geboren und ist im August 2026 21 Jahre alt. Anders als seine Mutter ist er nicht durch eine eigene öffentliche Karriere bekannt. Zu seiner Ausbildung, seinem Beruf und seinem heutigen Wohnort gibt es keine zuverlässig bestätigten Angaben.

Im Internet finden sich dennoch ausführliche Lebensläufe, Filmcredits und Angaben zu einem Architekturstudium. Sie gehören nicht nachweislich zu Anke Engelkes Sohn, sondern größtenteils zu anderen Personen, die ebenfalls Lasse Fischer heißen. Gerade diese Namensgleichheit erklärt, warum Suchanfragen nach seinem Beruf, einem möglichen Handballverein oder einer Tätigkeit in der Filmbranche zu widersprüchlichen Ergebnissen führen.

Lasse Fischer wurde 2005 als Anke Engelkes zweites Kind geboren

Anke Engelke bestätigte in einem Interview, dass sie im Juli 2005 zum zweiten Mal Mutter geworden war. Der Vater ihres Sohnes ist Claus Fischer, ein Bassist und musikalischer Leiter, der unter anderem für „TV total“ und „Anke Late Night“ arbeitete. Medienporträts über Engelke nennen den 2005 geborenen Sohn Lasse.

Engelke und Fischer heirateten am 21. Dezember 2005, wenige Monate nach der Geburt. Im Jahr 2009 kam ihr zweiter gemeinsamer Sohn Aaron zur Welt. Lasse hat außerdem eine ältere Halbschwester: Emma Grimm wurde 1996 geboren und stammt aus Anke Engelkes erster Ehe mit dem Musiker Andreas Grimm.

Die Trennung von Anke Engelke und Claus Fischer wurde im Mai 2015 bekannt. Engelkes Anwalt Christian Schertz bestätigte damals, dass das Paar bereits seit einiger Zeit getrennt lebte. Weitere Einzelheiten wurden ausdrücklich nicht veröffentlicht, um die Kinder vor Medienaufmerksamkeit zu schützen.

Was macht Lasse Fischer heute?

Ein aktueller Beruf von Lasse Fischer ist öffentlich nicht bestätigt. Das Gleiche gilt für eine Ausbildung, ein Studium, einen Arbeitgeber oder eine selbstständige Tätigkeit. Dass solche Angaben fehlen, belegt weder Arbeitslosigkeit noch einen bewussten Verzicht auf eine Karriere. Es zeigt lediglich, dass sein beruflicher Weg nicht öffentlich dokumentiert ist.

Auch die häufig gesuchte Verbindung „Lasse Fischer Köln“ lässt sich nicht zuverlässig beantworten. Anke Engelke ist eng mit Köln verbunden, doch daraus kann kein aktueller Wohnort ihres erwachsenen Sohnes abgeleitet werden. Seriöse Quellen nennen für ihn weder eine gegenwärtige Adresse noch einen bestätigten Lebensmittelpunkt.

Ähnlich vorsichtig ist mit angeblichen Social-Media-Profilen umzugehen. Unter dem Namen Lasse Fischer existieren mehrere Accounts und berufliche Profile. Ein öffentliches Instagram-, TikTok- oder LinkedIn-Konto, das durch verlässliche Informationen eindeutig Anke Engelkes Sohn zugeordnet werden kann, ist nicht dokumentiert. Dasselbe gilt für Interviews, öffentliche Statements oder ein offizielles Medienprofil.
lasse fischer

Es gibt damit auch keine belastbare Grundlage für Behauptungen über eine Beziehung, persönliche Interessen, politische Ansichten oder Zukunftspläne. Solche Fragen betreffen zudem das Privatleben einer Person, die selbst keine öffentliche Funktion übernommen hat.

Mehr:Andrea Sawatzki

Die Karriere als Bühnenbildner gehört zu einem Namensvetter

Besonders häufig wird behauptet, Lasse Fischer habe Architektur an der Universität Kassel und anschließend Production Design am Royal Conservatoire of Scotland in Glasgow studiert. Danach soll er als Bühnen-, Kostüm- und Filmgestalter gearbeitet haben.

Dieses Berufsprofil existiert tatsächlich – es gehört jedoch zu einem anderen Lasse Fischer.

Der in Glasgow tätige Designer gibt in seinem ScreenSkills-Profil an, von Oktober 2016 bis Juni 2020 Architektur an der Universität Kassel studiert zu haben. Von 2019 bis 2022 absolvierte er anschließend ein Studium im Bereich Production Design am Royal Conservatoire of Scotland. Zu seinen beruflichen Stationen gehören Theaterproduktionen in Kassel, Edinburgh und München sowie Tätigkeiten in Film- und Fernsehproduktionen.

Anke Engelkes Sohn wurde erst im Juli 2005 geboren. Zu Beginn des Kasseler Architekturstudiums im Oktober 2016 war er demnach elf Jahre alt; beim angeblichen Bachelorabschluss im Jahr 2020 war er 14. Die dokumentierte Studienbiografie kann deshalb nicht seine sein. Die zeitlichen Daten widerlegen die Gleichsetzung, ohne dass über seinen tatsächlichen Bildungsweg spekuliert werden muss.

Einige Promi-Webseiten haben beide Personen dennoch miteinander verbunden. Teilweise wurde zunächst korrekt erwähnt, dass Lasse Fischer Anke Engelkes Sohn ist, bevor unmittelbar danach der vollständige Lebenslauf des älteren Designers übernommen wurde. Dadurch verbreitete sich eine falsche Kombination aus richtiger Familienzuordnung und fremder Berufsbiografie.

Filmcredits sind ebenfalls kein Beleg für eine Medienkarriere

Die Namensverwechslung reicht bis in Filmdatenbanken. Ein IMDb-Eintrag verbindet den Namen Lasse Fischer mit Produktionen wie „Outlander“ und „Half Man“ und führt zugleich Anke Engelke sowie Claus Fischer als Eltern auf. Der Eintrag ist jedoch kein zuverlässiger Beleg dafür, dass ihr Sohn in diesen Produktionen gearbeitet hat.

Das berufliche ScreenSkills-Profil des Designers zeigt, dass dieser tatsächlich im Art Department für Film und Fernsehen arbeitet. Seine Ausbildung, sein Standort Glasgow und seine dokumentierten Tätigkeiten passen zu den Filmcredits, nicht aber zum Geburtsjahr von Anke Engelkes Sohn. Offenbar wurden auch hier Informationen verschiedener Namensvetter zusammengeführt.

Für eine Tätigkeit von Anke Engelkes Sohn als Schauspieler, Bühnenbildner, Produktionsdesigner oder Mitglied eines Filmteams gibt es daher keine belastbare Bestätigung.

Hat Lasse Fischer etwas mit Handball zu tun?

Die Suchkombination „Lasse Fischer Handball“ führt ebenfalls zu realen Sporteinträgen. Auf handball.net erscheint beispielsweise ein Spieler dieses Namens in einer männlichen B-Jugendmannschaft des TSV Deizisau. Spielberichte dokumentieren mehrere Tore des Spielers.

Der Datensatz enthält jedoch keinen Hinweis auf Anke Engelke, Claus Fischer oder eine Verbindung zu deren Familie. Ein gleicher Name reicht nicht aus, um zwei Personen gleichzusetzen. Auch andere Handballaufstellungen führen Spieler namens Lasse Fischer, ohne eine Beziehung zu Anke Engelkes Sohn zu dokumentieren. Deshalb lässt sich lediglich feststellen, dass es Handballspieler dieses Namens gibt – nicht, dass der Sohn der Schauspielerin zu ihnen gehört.

Dasselbe Prinzip gilt für Fußballprofile, wissenschaftliche Publikationen und sonstige berufliche Treffer. So veröffentlicht ein Forscher namens Lasse Fischer wissenschaftliche Arbeiten zur statistischen Kontrolle von Fehlerraten an der Universität Bremen. Auch dabei handelt es sich um eine eigenständige Person gleichen Namens.

Warum so wenige private Angaben öffentlich sind

Anke Engelke hat ihre Haltung zu familiären Themen früh klar beschrieben. Als sie 2006 nach der Bedeutung ihrer Familie gefragt wurde, antwortete sie, diese sei ihr so wichtig, dass sie öffentlich nicht darüber rede. Die Aussage bezog sich nicht auf eine bestimmte Geschichte über Lasse, sondern auf ihren grundsätzlichen Umgang mit dem Privatleben.

Auch bei der Trennung von Claus Fischer im Jahr 2015 wurde der Schutz der Kinder ausdrücklich genannt. Das erklärt, warum Lasse und Aaron zwar in biografischen Porträts ihrer Mutter erwähnt werden, aber kaum eigene öffentliche Spuren hinterlassen haben. Es beweist allerdings nicht, dass Lasse jede Form von Öffentlichkeit bewusst ablehnt oder niemals ein Interview gegeben hat. Solche absoluten Aussagen gehen über die belegbaren Informationen hinaus.

Fotos, Profile oder berufliche Angaben sollten ihm deshalb nur dann zugeschrieben werden, wenn eine Quelle die Identität eindeutig bestätigt. Ein übereinstimmender Name, ein Bezug zu Köln oder ein passendes ungefähres Alter genügen nicht. Nach dem derzeit belegbaren Stand ist Lasse Fischer der 2005 geborene Sohn von Anke Engelke und Claus Fischer; sein eigener Ausbildungs- und Berufsweg bleibt öffentlich nicht bestätigt.

Quellen: WELT | stern | GALA | ScreenSkills | handball.net

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