Viviane Elisa Maria Clarin – Enkelin der Pumuckl-Stimme, Tochter zweier Bühnenstars

Viviane Elisa Maria Clarin stammt aus einer der bekanntesten Münchner Schauspielerfamilien. Ihre Mutter ist die Theater- und Fernsehschauspielerin Irene Clarin, ihr Großvater war Hans Clarin, legendär als Stimme des Pumuckl. Ihr Vater ist der im Februar 2026 verstorbene Bühnen- und Fernsehschauspieler Lambert Hamel. Viviane Clarin selbst arbeitet nicht als Schauspielerin, sondern hat sich als Texterin, Redakteurin und Content-Spezialistin in München etabliert.

Wie die Vaterschaft 2005 öffentlich wurde

Die Familiengeschichte hinter dem Namen wurde erst spät publik. Irene Clarin hatte den Vater ihrer Tochter Viviane jahrelang geheim gehalten. Im Mai 2005 enthüllte sie in einem Interview mit der Zeitschrift „Neue Post”, dass der Schauspieler Lambert Hamel Vivianes Vater sei. Viviane war zu diesem Zeitpunkt laut der Boulevardmeldung 18 Jahre alt, was auf einen Geburtsjahrgang um 1986 oder 1987 schließen lässt. Ein exaktes Geburtsdatum ist öffentlich nicht dokumentiert.

Irene Clarin und der damals bereits verheiratete Hamel hatten sich während ihrer gemeinsamen Zeit an den Münchner Kammerspielen kennengelernt – beide gehörten dort seit den späten 1970er-Jahren zum Ensemble. Irene Clarin erklärte in dem Interview, Hamel habe sie nach der Schwangerschaft verlassen und sich über die Jahre nicht für seine Tochter interessiert. Zugleich bestätigte sie, dass Hamel in Vivianes Geburtsurkunde als Vater eingetragen sei und Unterhalt zahle.

Der Großvater: Hans Clarin und die Schauspielerfamilie

Der Name Clarin ist in der deutschen Unterhaltungsbranche vor allem mit Hans Clarin verbunden. Der 1929 geborene und 2005 verstorbene Schauspieler lieh dem Kobold Pumuckl fast 40 Jahre lang seine Stimme und wirkte in Dutzenden Film- und Fernsehproduktionen mit. Aus seiner ersten Ehe mit Irene Reiter gingen drei Töchter hervor, darunter als jüngste Irene Clarin, die selbst eine erfolgreiche Bühnen- und Fernsehkarriere aufbaute. Von 1977 bis 2002 gehörte sie zum Ensemble der Münchner Kammerspiele, spielte in Serien wie „Derrick”, „Der Alte” und „Die Rosenheim-Cops” und übernahm die Hauptrolle in der ARD-Serie „Pfarrerin Lenau”.

Viviane Clarin wuchs damit in einem Umfeld auf, das von Theater und Film geprägt war. Gemeinsame öffentliche Auftritte mit ihrer Mutter sind durch Fotoagenturen dokumentiert – etwa beim Bayerischen Fernsehpreis 2005 und bei der Weihnachtsshow des Circus Krone 2014.

Lambert Hamels Tod im Februar 2026

Lambert Hamel starb am 13. Februar 2026 im Alter von 85 Jahren in München nach kurzer, schwerer Krankheit. Das Münchner Residenztheater, an dem er zuletzt ein Festengagement hatte, würdigte ihn als „einen ganz Großen des Münchner Theaters”. Hamel hatte über Jahrzehnte an den Münchner Kammerspielen und am Bayerischen Staatsschauspiel gearbeitet, im Fernsehen unter anderem Helmut Kohl im Doku-Drama „Deutschlandspiel” verkörpert und in Serien wie „Der Bergdoktor” und „Tatort” mitgespielt.

Ob sein Tod Viviane Clarin und ihre Mutter persönlich betraf oder ob es nach der Enthüllung von 2005 jemals zu einem Kontakt zwischen Vater und Tochter kam, ist öffentlich nicht bekannt. Irene Clarin hatte 2005 erklärt, Viviane wisse zwar, wer ihr Vater sei, habe aber bislang keinen Kontakt aufgenommen.

Mehr:Maximilian von Schierstädt

Beruflich eigene Wege: Studium, Journalismus und Content-Arbeit

Viviane Clarin schlug keinen Weg in die Schauspielerei ein. Laut ihren beruflichen Profilen auf XING und der Freelancer-Plattform Malt studierte sie von 2006 bis 2011 Theaterwissenschaft, Komparatistik und Italienische Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Ein Auslandssemester führte sie 2008/2009 an die Universität La Sapienza in Rom.

Im Anschluss absolvierte sie Praktika beim Bayerischen Rundfunk – in den Redaktionen der Sendungen „Münchner Runde” und „kontrovers” – sowie beim Nachrichtenmagazin „Focus”. 2012 arbeitete sie als freie Journalistin für das Kultur- und Lokalressort der Münchner Abendzeitung und parallel als Texterin für das Stadtportal muenchen.de.

Seit Januar 2013 ist Viviane Clarin bei der Münchner Agentur how2 AG tätig, die auf Videoproduktion, E-Learning und Content-Marketing spezialisiert ist. Dort arbeitet sie nach eigenen Angaben als Senior Video Creative und Autorin; seit März 2020 zusätzlich als Online-Redakteurin und Marketing-Managerin. Die Teamseite des Unternehmens führt sie mit dem Hinweis „in Elternzeit”. Nebenberuflich ist sie als freie Autorin für SEO-Texte, Website-Inhalte und Kreativkonzepte tätig.

Ein Projekt, an dem how2 beteiligt war, ist die 3sat/SRF-Dokumentationsreihe „Auf den Spuren von Odysseus”, für die die Agentur Animationsclips produzierte. Die Reihe wurde 2016 bei den Cannes Corporate Media & TV Awards mit einem „Silbernen Delphin” ausgezeichnet. Der beteiligte Illustrator Frank Schmolke nannte Viviane Clarin in seiner Projektdokumentation namentlich in der Rolle der Redaktion.

Was öffentlich nicht bestätigt ist

Mehrere deutschsprachige Websites wiederholen Angaben zu Vivianes genauem Geburtsdatum, Körpergröße oder Beziehungsstatus, nennen dafür aber keine überprüfbare Originalquelle. Solche Angaben lassen sich in öffentlich zugänglichen Primärquellen nicht bestätigen. Auch über eine mögliche Schwester, die der Wikipedia-Artikel über Irene Clarin durch die Formulierung „zwei Töchter” andeutet, sind keine weiteren öffentlichen Informationen verfügbar.

Quellen: Presseportal / Bauer Media Group (Neue Post, 2005) | Wikipedia: Hans Clarin | Wikipedia: Irene Clarin | Wikipedia: Lambert Hamel | Deutschlandfunk (Nachruf Hamel, 2026)

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