Katja Riemann hat seit 2019 keinen öffentlich bekannten Lebensgefährten. Ihre letzte dokumentierte Beziehung führte sie rund zwölf Jahre lang mit dem Berliner Bildhauer Raphael Alexander Beil, der sich laut „Bunte” im Spätsommer 2019 von ihr trennte. Mehrere große Portalseiten liegen bei dieser Angabe bis heute falsch: Das Gala-Starporträt etwa führt Beil im September 2026 noch immer als aktuellen Partner. Das OK-Magazin nennt zudem ein falsches Geburtsjahr. Wer nach „Katja Riemann Lebensgefährte” sucht, stößt deshalb häufig auf veraltete oder fehlerhafte Informationen.
Vor Beil prägten zwei weitere Beziehungen das Privatleben der am 1. November 1963 in Kirchweyhe bei Bremen geborenen Schauspielerin: eine fast zehnjährige Partnerschaft mit dem Schauspieler Peter Sattmann und eine kürzere Beziehung mit dem Kollegen Michael Wenninger.
Peter Sattmann – Zeremonie auf Mauritius, aber keine Ehe nach deutschem Recht
Riemann lernte Peter Sattmann 1990 bei den Dreharbeiten zum Fernsehfilm „Von Gewalt keine Rede” kennen. Sattmann, 1947 in Zwickau geboren, war 16 Jahre älter. Die beiden drehten insgesamt neun gemeinsame Produktionen und ließen sich auf Mauritius von einem indischen Priester trauen. Diese Zeremonie wurde in Deutschland allerdings nicht als Ehe anerkannt – Katja Riemann war nach deutschem Recht nie verheiratet.
Im August 1993 kam die gemeinsame Tochter Paula zur Welt. Sie arbeitet heute unter dem Künstlernamen Paula Romy als Regisseurin und lebt in London. Nach rund acht Jahren trennten sich Riemann und Sattmann 1998 einvernehmlich. Trotz der Trennung blieben sie eng verbunden. In einem „Spiegel”-Interview von November 2019 sagte Sattmann: „Paulas Mutter Katja und ich sind nach wie vor befreundet, sogar noch verliebt. Ich beende jede E-Mail mit: Ich liebe dich, ich küsse dich.”
Sattmann starb am 25. Dezember 2025 in Stahnsdorf nach langer Krankheit, einen Tag vor seinem 78. Geburtstag. Riemann verabschiedete sich auf Instagram: „Du fehlst uns schon jetzt. Der liebevolle Schalk in deinen Augen, deine permanente Zigarettenraucherei, deine Witze (keinen davon haben wir uns merken können), deine absichtslose Lässigkeit und Coolness.” Sie schloss mit: „Am 25.12.25 hast du den letzten Zeitpfeiler deines Lebens gesetzt. Vorhang.”
Michael Wenninger – die Beziehung, die in keinem Portaltext vorkommt
Zwischen Sattmann und Beil war Riemann ab etwa 2002 mit dem Schauspieler Michael Wenninger liiert. Gemeinsam standen sie in Potsdam für das Theaterstück „Herz schlägt Tod” auf der Bühne und nahmen das Duett „Les Choses De La Vie” auf. Pressefotos, etwa vom Deutschen Filmball im Januar 2004, zeigen die beiden als Paar. Die „B.Z.” berichtete um 2005 über die Trennung nach rund drei Jahren: Man habe sich auseinandergelebt, obwohl beide zuvor von einer Hochzeit gesprochen hätten.
Diese Partnerschaft fehlt in nahezu allen aktuellen Portalartikeln zum Thema. Wer die Beziehungsgeschichte nur aus Cosmopolitan, Gala oder OK-Magazin kennt, übersieht sie vollständig.
Zwölf Jahre mit dem Bildhauer Raphael Alexander Beil
Ab etwa 2007 war Riemann mit Raphael Alexander Beil zusammen. Beil, 1964 in Hamburg geboren, absolvierte eine Steinbildhauer-Lehre, studierte an der Alanus Hochschule und arbeitete als Assistent unter anderem bei Tony Cragg in Wuppertal. Seit 1992 ist er als freischaffender Bildhauer in Berlin, Norwegen und Italien tätig. Zu seinen bekanntesten Arbeiten gehört die Installation „Floating Stones” am Friedrich-Ebert-Platz vor dem Reichstag sowie Skulpturen im Paul-Celan-Hof des Jüdischen Museums Berlin. 2023 gründete er gemeinsam mit Tobia Silvotti die „School of Sculpture” in Berlin-Reinickendorf.
Riemann bezeichnete Beil in Interviews wiederholt als „meinen Mann”. In einem Interview von 2016 antwortete sie auf die Frage, wer sie einen Tag lang sein wolle: „Dann würde ich mein Mann sein wollen, der ist so lustig!” Im Juni 2020 berichtete die „Bunte” exklusiv, dass Beil die Beziehung bereits im Spätsommer 2019 beendet habe. „Katja wollte die Trennung nicht”, wurde eine Person aus dem Bekanntenkreis zitiert. Riemanns Sprecher kommentierte lediglich, es bestehe „keine Auskunftspflicht”.
Auf Instagram folgten sich die beiden zum Zeitpunkt des Bunte-Berichts bereits nicht mehr.
Enkelin Roxana und ein neuer Lebensmittelpunkt in London
Seit der Trennung von Beil ist kein neuer Partner Riemanns öffentlich bekannt geworden. Im Juni 2025 verriet sie im Deutschlandfunk-Kultur-Podcast „Studio 9″ beiläufig, dass Tochter Paula ihr erstes Kind erwarte. Am 19. August 2025 kam Enkelin Roxana Katja Raftery zur Welt – der Zweitname eine Ehrung für die Großmutter. Paulas Partner ist der irische Schauspieler Ronan Raftery, mit dem sie seit mindestens 2021 zusammen ist und in London lebt.
In einem Interview mit dem Berliner Magazin „mein/4″ vom Dezember 2025 beschrieb die Journalistin Silke Schuster, Riemann habe „als Wahlberlinerin ihren Lebensmittelpunkt inzwischen nach London verlegt, wo auch ihre Tochter Paula lebt”. Das steht im Gegensatz zu den meisten Portaleinträgen, die Berlin weiterhin als ihren alleinigen Wohnort angeben. Riemanns Agentur „Die Agenten” führt auf ihrer Website nach wie vor Berlin als Standort.
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Beruflich so aktiv wie selten
Riemanns Privatleben bleibt diskret, ihre berufliche Präsenz dagegen war in den vergangenen zwei Jahren so vielfältig wie selten zuvor. Im April 2025 erschien ihr Debütroman „Nebel und Feuer” bei S. Fischer. Im Juli 2025 feierte das Theaterstück „DI·VI·SI·ON” Premiere am Berliner Renaissance-Theater – ein Science-Fiction-Monolog über eine Wissenschaftlerin im Jahr 2045, den Riemann gemeinsam mit Tochter Paula Romy geschrieben hat und in dem Paula Regie führte. Das Stück läuft weiterhin im Spielplan 2025/2026.
Am 21. Januar 2026 startete auf ZDF die dreiteilige Dokumentarserie „German Guilt”, in der Riemann zusammen mit Thilo Mischke und Ronja von Rönne die NS-Vergangenheit ihrer Familien erforschte. Riemann erfuhr dabei, dass ihre Großmutter Hannchen Eggers im Juni 1945 in der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen bei Oldenburg ermordet wurde. Im März 2025 erhielt Riemann den Martini-Preis der SPD Südpfalz in Herxheim für ihren Einsatz für Demokratie.
Für UNICEF Deutschland engagiert sich Riemann seit 1999 und wurde 2022 offiziell zur Botschafterin ernannt. 2010 erhielt sie für ihr soziales Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande.
Quellen: Der Spiegel | Bunte | mein/4 Berlin Magazin | UNICEF Deutschland | ZDF Pressemappe „German Guilt”
Konrad Adam ist Autor bei The Blogus und schreibt über das Leben, die Karriere und den persönlichen Hintergrund bekannter Persönlichkeiten aus Deutschland und der internationalen Öffentlichkeit. Sein Schwerpunkt liegt auf sorgfältig recherchierten Biografien, aktuellen Karrierestationen und interessanten Fakten über Prominente. Dabei legt er Wert auf verständliche, sachliche und übersichtlich aufbereitete Inhalte.

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