Die deutsche Rennrodlerin Julia Taubitz gehört zu den erfolgreichsten Athletinnen im Eiskanal weltweit. Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Cortina d’Ampezzo gewann die damals 29-Jährige Gold im Einsitzer und in der Teamstaffel – nachdem sie vier Jahre zuvor in Peking als Favoritin gestürzt war. Neben ihren sportlichen Erfolgen interessieren sich viele für ihr Privatleben: Taubitz ist mit Lukas Schlierenzauer zusammen, dem Athletiktrainer des österreichischen Rodelteams und Bruder der Skisprung-Legende Gregor Schlierenzauer.
Von Annaberg-Buchholz in die Weltspitze
Julia Taubitz wurde am 1. März 1996 in Annaberg-Buchholz im Erzgebirge geboren und rodelt seit 2003 im Wettkampf. Sie startet für den WSC Erzgebirge Oberwiesenthal und ist als Sportsoldatin im Rang eines Hauptfeldwebels bei der Bundeswehr-Sportfördergruppe in Oberhof stationiert.
Ihr Weltcup-Debüt gab sie im November 2015 in Igls. Bereits in der Saison 2018/19 fuhr sie ihre ersten Weltcupsiege ein. In der Saison 2019/20 gewann Taubitz erstmals den Gesamtweltcup im Einsitzer. Bis einschließlich 2025/26 holte sie diesen Titel insgesamt sechsmal, dazu kommen acht WM-Goldmedaillen und über 40 Podestplätze im Weltcup.
Der Sturz von Peking und die Erlösung in Cortina
Bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking galt Taubitz als Topfavoritin. Im ersten Lauf fuhr sie Bahnrekord, stürzte dann aber im zweiten Durchgang bei rund 120 km/h und beendete den Wettbewerb auf Platz sieben. Das Erlebnis belastete sie über Jahre. In Interviews vor den Spielen 2026 sprach sie offen über die mentale Aufarbeitung dieses Rückschlags.
In Cortina ließ sie nichts anbrennen. Mit vier souveränen Läufen gewann sie deutlich vor der Konkurrenz. Zwei Tage später holte sie gemeinsam mit dem deutschen Team auch Gold in der Staffel. Damit vervollständigte Taubitz eine Titelsammlung aus Olympia, WM und Gesamtweltcup.
Ihr Partner Lukas Schlierenzauer
Nach dem Olympiasieg in Cortina fiel Taubitz einem Mann in die Arme, der einem Kuss für die Kameras nicht auswich: Lukas Schlierenzauer. Der heute 28-Jährige arbeitet als Athletik- und Techniktrainer beim österreichischen Rodelverband. Von 2005 bis 2018 war er selbst als Rodler aktiv, musste seine Karriere aber wegen einer schweren Hüftverletzung beenden.
Lukas ist der jüngere Bruder von Gregor Schlierenzauer, der mit 53 Weltcupsiegen als erfolgreichster Skispringer der Geschichte gilt. Die Rodelwelt kennt die Familie auch über eine andere Linie: Markus Prock, Rodel-Star der 1990er-Jahre, ist Lukas’ Onkel, dessen Tochter Hannah Prock ebenfalls international rodelt.
Am Tag nach dem Olympiasieg äußerte sich Taubitz erstmals öffentlich zur Beziehung. „Wir sind früher zusammen gerodelt, kennen uns schon lange”, sagte sie gegenüber der Bild. „Irgendwann hat es dann gefunkt. Es passt einfach zwischen uns, wir sind sehr glücklich.” Die Beziehung bringt eine besondere Konstellation mit sich: Im Weltcup und bei Großereignissen betreut Schlierenzauer die österreichische Konkurrenz.
Zuvor war Taubitz mit dem Doppelsitzer-Weltmeister Toni Eggert zusammen. Wegen dieser Beziehung war sie 2018 von Annaberg-Buchholz nach Oberhof gezogen, wie sie in einem FIL-Interview erklärte. Ein Sportwetten-Portal, das vor den Olympischen Spielen 2026 ein Profil über Taubitz veröffentlichte, schrieb noch, es gebe „keine verlässlichen Quellen für einen festen, öffentlich bekannten Partner”. Spätestens seit dem Kuss in Cortina im Februar 2026 ist diese Angabe überholt.
Ob Julia Taubitz verheiratet ist
Taubitz ist nach den verfügbaren Quellen nicht verheiratet. Ob sie und Lukas Schlierenzauer verlobt sind, ist öffentlich nicht bekannt. Ein Interview der Freien Presse anlässlich ihres 30. Geburtstags am 1. März 2026 deutete an, dass Taubitz auch über Kinder und Zukunftspläne sprach – der vollständige Artikel steht hinter einer Bezahlschranke, sodass die konkreten Aussagen nicht überprüfbar sind.
Ehrenbürgerin und Botschafterin des Erzgebirges
Abseits der Bahn bleibt Taubitz eng mit ihrer Heimatregion verbunden. 2024 wurde sie zur Botschafterin des Erzgebirges ernannt. Im Juni 2026 ernannte Annaberg-Buchholz sie zur Ehrenbürgerin – laut der Stadtverwaltung als jüngste Person und erste Frau, die diese Auszeichnung erhielt. Neben dem Leistungssport schloss Taubitz zudem eine Weiterbildung zur Sportfachwirtin an der IST-Hochschule ab.
Dreimal – 2021, 2024 und 2025 – wurde sie als Sachsens Sportlerin des Jahres ausgezeichnet.
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Quellen: Wikipedia – Julia Taubitz | Bild | heute.at | Stadt Annaberg-Buchholz | FIL
Konrad Adam ist Autor bei The Blogus und schreibt über das Leben, die Karriere und den persönlichen Hintergrund bekannter Persönlichkeiten aus Deutschland und der internationalen Öffentlichkeit. Sein Schwerpunkt liegt auf sorgfältig recherchierten Biografien, aktuellen Karrierestationen und interessanten Fakten über Prominente. Dabei legt er Wert auf verständliche, sachliche und übersichtlich aufbereitete Inhalte.
