Wer ist Nada Lichter?
Nada Lichter, geborene Sosinka, kam 1972 in Kroatien zur Welt. Anfang der 1990er-Jahre floh sie vor dem Jugoslawienkrieg nach Deutschland und fand Arbeit als Kellnerin in der „Oldiethek”, dem Restaurant von Horst Lichter in Rommerskirchen-Butzheim. Seit 1997 ist sie seine Partnerin, seit dem 28. August 2009 seine Ehefrau. Ihr Vorname bedeutet auf Kroatisch „Hoffnung” – ein Detail, das Horst Lichter regelmäßig als Symbol ihrer gemeinsamen Geschichte hervorhebt.
Wie sich Horst Lichter und Nada kennenlernten – und warum er sie zunächst verkuppelte
Die Liebesgeschichte von Horst und Nada Lichter begann nicht als Romanze, sondern als Arbeitsverhältnis. Lichter war Anfang der 1990er-Jahre noch verheiratet, als Nada in seinem Lokal zu arbeiten begann. Er sah in ihr nicht eine potenzielle Partnerin, sondern die richtige Frau für seinen Stammgast und besten Freund Freddy. Er verkuppelte die beiden, indem er jedem erzählte, der andere sei ein wenig verliebt. Nada und Freddy wurden tatsächlich ein Paar und heirateten. Aus dieser Ehe ging ein gemeinsamer Sohn hervor.
Freddys Tod und sein letzter Wunsch
Freddy erkrankte schwer an Krebs. Am Krankenbett sprach er seine letzte Bitte an Horst Lichter aus: „Auf einmal guckt er mich an mit riesigen Augen aus dem Kopf raus und sagte: ‚Pass auf Nada auf.’ Und dann ist er gestorben in der Nacht.” Dieser Moment veränderte die Beziehung zwischen Horst und Nada grundlegend. Aus dem Chef-Mitarbeiterin-Verhältnis wurde eine enge, auf gemeinsamer Trauer gegründete Freundschaft.
Horst Lichters Krise: Schulden, Schlaganfälle und ein Wendepunkt
Im Sommer 1997 stand Horst Lichter vor den Trümmern seines bisherigen Lebens. Seine zweite Ehe war gescheitert, und obwohl die Oldiethek jeden Abend ausgebucht war, beliefen sich seine Schulden auf rund eine Million Euro. Bereits mit 26 und 28 Jahren hatte er zwei Schlaganfälle und einen Herzinfarkt erlitten. Im Podcast „True Love” beschreibt er, wie ihm sein Leben in dieser Phase gleichgültig geworden war – bis Nada ihm zuhörte, ohne Vorwürfe und ohne falsches Mitleid. Ihr Satz: „Wir schaffen das.” Nada investierte einen Teil des Erbes ihres verstorbenen Mannes Freddy in die Oldiethek und wurde damit von der Kellnerin zur Geschäftspartnerin.
„Schockverliebt” – die nächtliche Autofahrt
Den Wendepunkt beschreibt Lichter in einer konkreten Szene: Bei einer nächtlichen Autofahrt berührten sich zufällig ihre Hände. „Das war so, als wenn einer einen Vorhang wegzieht und ich sehe sie das erste Mal wirklich. Und das war dann ein sehr schöner Stromschlag.” Am nächsten Tag wies Nada ihn ab – als ihr Chef komme er für sie nicht infrage. Lichters Reaktion: Er kündigte ihr, um das Arbeitsverhältnis zu beenden. Trotzdem musste er nach eigener Aussage noch Monate um sie werben, bis sie sich auf eine Beziehung einließ.
Zwei Heiratsanträge und die Hochzeit in der Skihalle
An Nadas 30. Geburtstag 2003 machte Lichter seinen ersten Antrag – vor versammelten Gästen. Ihre Antwort: „Da reden wir zu Hause drüber.” Sechs Jahre später, 2009, versuchte er es ohne Publikum. Nada stand mit Mehl an den Händen in ihrem Café, als er sagte: „Ich möchte, dass du meine Frau wirst.” Diesmal sagte sie Ja. Am 28. August 2009 heirateten die beiden in einer Skihalle in Neuss. Für Horst Lichter war es die dritte Ehe. Am Ende der Feier, als fast alle Gäste gegangen waren, tanzte das Paar noch einmal allein mit dem Personal. „War sehr schön. Wirklich schön.”
Die Patchwork-Familie Lichter
Gemeinsame Kinder haben Horst und Nada nicht. Beide brachten jedoch Kinder aus früheren Beziehungen mit. Horst Lichters erste Tochter Nicole wurde 1984 geboren und starb im Alter von sechs Monaten am plötzlichen Kindstod – ein Verlust, der ihn bis heute begleitet. Aus derselben Ehe mit seiner ersten Frau Christine stammen Sohn Christopher (geb. 1985), der wie sein Vater Koch wurde, und Tochter Janina (geb. 1989). Aus einer weiteren Beziehung hat Lichter eine Tochter, deren Name nicht öffentlich bekannt ist. Nada brachte ihren Sohn aus der Ehe mit Freddy in die Beziehung ein.
Wohnort: Vom Schwarzwald zurück ins Rheinland
Acht Jahre lang lebte das Ehepaar in einer alten Villa in Badenweiler im Schwarzwald. 2020 gab Horst Lichter das Haus auf, weil er als Moderator von „Bares für Rares” jährlich über 200 Nächte in Hotels verbrachte. Seither leben Horst und Nada in Gohr bei Dormagen im Rheinland, näher am ZDF-Drehort in Pulheim bei Köln.
Horst Lichter: Karriere vom Koch zum TV-Star
Horst Lichter wurde am 15. Januar 1962 in Nettesheim-Butzheim (heute Rommerskirchen) geboren. Mit 14 begann er eine Kochlehre, 1990 eröffnete er seine erste Gaststätte, die 1995 zur „Oldiethek” wurde. Ein WDR-Beitrag über das Lokal ebnete seinen Weg ins Fernsehen. Von 2006 bis 2017 moderierte er gemeinsam mit Johann Lafer das ZDF-Format „Lafer! Lichter! Lecker!”, seit 2013 steht er als Moderator von „Bares für Rares” vor der Kamera – mit mittlerweile über 2.000 Folgen. Für seine Arbeit erhielt er 2014 die Goldene Kamera und 2019 eine Romy.
Trennungsgerüchte – und Horst Lichters klare Antwort
Immer wieder tauchen Gerüchte über eine angebliche Ehekrise auf. Lichter dementierte diese auf Instagram unmissverständlich: „Wir haben beide vor, das durchzuziehen, bis ich irgendwann mal dort oben bin.” Im August 2026 postete er ein Pärchenfofo mit dem Kommentar „Auf 28 Jahre Nada & Horst” und den Hashtags #Dreamteam und #Love.
„Nada ist der Wind in meinen Segeln”
Im Podcast „True Love” (Folge: „Horst Lichter: Meine Hoffnung heißt Nada”, veröffentlicht am 21. August 2026) fasst Lichter seine Beziehung zusammen: „Nada ist, war und wird bleiben der Wind in meinen Segeln, der mich vorantreibt, aber auch der Anker, der mich auf dem Boden hält.” Und Nada? Sie kommentiert die Bedeutung ihres Namens mit einem Satz, der alles sagt: „Ich war deine letzte Hoffnung.”
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Konrad Adam ist Autor bei The Blogus und schreibt über das Leben, die Karriere und den persönlichen Hintergrund bekannter Persönlichkeiten aus Deutschland und der internationalen Öffentlichkeit. Sein Schwerpunkt liegt auf sorgfältig recherchierten Biografien, aktuellen Karrierestationen und interessanten Fakten über Prominente. Dabei legt er Wert auf verständliche, sachliche und übersichtlich aufbereitete Inhalte.

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