Tobias Grob – der Pathologe an der Seite von Caren Miosga

Tobias Grob ist Facharzt für Pathologie, spezialisiert auf Molekularpathologie, und in der Öffentlichkeit fast ausschließlich als Ehemann der ARD-Moderatorin Caren Miosga bekannt. Seit 2007 ist das Paar verheiratet, hat zwei Töchter und lebt in Hamburg. Einen eigenen Wikipedia-Eintrag besitzt Grob nicht – dort taucht er lediglich in einem Satz im Artikel seiner Frau auf. Wer nach „Tobias Grob Wikipedia” sucht, landet daher zwangsläufig bei Caren Miosga.

Sein Geburtsdatum ist öffentlich nicht dokumentiert. Weder die Charité, das Inselspital Bern noch der Hamburger Professorenkatalog nennen ein Alter oder Geburtsjahr. Die auf mehreren Websites kursierende Schätzung, er sei Ende vierzig oder Anfang fünfzig, lässt sich durch keine überprüfbare Quelle belegen.

Karriere: Vom UKE Hamburg über die Habilitation zur Molekularpathologie

Tobias Grob trägt den doppelten Doktortitel Dr. med. und Dr. phil. – eine ungewöhnliche Kombination aus medizinischer und geisteswissenschaftlicher Promotion. Seine wissenschaftliche Laufbahn begann am Institut für Pathologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), wo er unter Prof. Guido Sauter unter anderem an Forschungsprojekten zu Genmutationen bei Lungen- und Kopf-Hals-Tumoren arbeitete. Publikationen aus dieser Zeit erschienen in Fachzeitschriften wie Lung Cancer und dem International Journal of Cancer.

2013 habilitierte er sich an der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg und erhielt die Venia Legendi als Privatdozent für Pathologie. Der Hamburger Professorenkatalog verzeichnet ihn seither am Institut für Pathologie mit der Sektion Molekularpathologie und Zytopathologie.

Die Molekularpathologie – Grobs Kerngebiet – untersucht Tumorgewebe auf genetischer Ebene. Dabei werden spezifische Mutationen oder Genamplifikationen identifiziert, die bestimmen, welche zielgerichtete Krebstherapie bei einem Patienten wirken kann. Seine Forschung befasst sich unter anderem mit EGFR-Amplifikationen bei Bronchialkarzinomen, FGFR1-Veränderungen bei Kopf-Hals-Tumoren und der Liquid Biopsy, bei der Tumor-DNA aus einer Blutprobe statt aus Gewebe gewonnen wird. In der Datenbank ResearchGate sind unter seinem Profil an der Universität Bern über 40 Forschungsarbeiten mit mehr als 1.600 Zitierungen verzeichnet.

Zwei Institutionen, eine offene Frage

Nach seiner Zeit am UKE führte Grobs Weg an zwei weitere namhafte Einrichtungen. Die Charité in Berlin listet ihn als Oberarzt und Ärztlichen Leiter der Molekularpathologie am Campus Charité Mitte. Gleichzeitig erscheint er auf der Website des Clinical Genomics Lab am Inselspital Bern in derselben Funktion. Der Jahresbericht 2023 des Berner Instituts für Gewebemedizin und Pathologie nennt ihn als medizinischen Leiter der molekularen Pathologie.

Ob beide Positionen parallel bestehen, ob sie sich zeitlich ablösten oder ob es sich um eine institutionsübergreifende Kooperation handelt, lässt sich aus den öffentlich zugänglichen Quellen nicht eindeutig klären. Auch wissenschaftliche Publikationen jüngeren Datums führen sowohl Berlin als auch Bern als institutionelle Zugehörigkeit.

Nicht verwechseln: mehrere Namensträger

Bei einer Suche nach „Tobias Grob” erscheinen auch Profile anderer Personen mit diesem Namen, darunter ein Chief Digital & Information Officer bei Saint-Gobain Schweiz und ein Nutzer auf der Plattform Xing mit einem Laborinformationssystem-Hintergrund. Der in diesem Artikel beschriebene Tobias Grob ist ausschließlich der Pathologe und Ehemann von Caren Miosga.

Ehe mit Caren Miosga und Familie

Tobias Grob und Caren Miosga heirateten 2007 – im selben Jahr, in dem sie die Moderation der ARD-Tagesthemen übernahm. Ihr bürgerlicher Name lautet laut Wikipedia-Eintrag Caren Miosga-Grob. Das Paar hat zwei Töchter, geboren 2006 und 2010. Die Familie lebt nach übereinstimmenden Medienberichten in Hamburg.

Grob selbst gibt nach bisheriger Recherche keine Interviews und tritt nur selten öffentlich auf – etwa beim Bundespresseball 2015 oder beim Deutschen Radiopreis. In einem Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte Miosga 2020 über das gemeinsame Zuhause: „Unser Zuhause ist ein Mikrokosmos der Debatte in Deutschland.” Weitere Details zum Familienleben hält sie konsequent aus der Öffentlichkeit heraus.

Mehr Blogs : Claudia Halmer

Quellen: Charité – Institut für Pathologie, Molekularpathologie | Inselspital Bern – Clinical Genomics Lab | Hamburger Professorenkatalog | Wikipedia – Caren Miosga | t-online – Porträt Caren Miosga

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