Dominique Voland ist eine deutsche Schauspielerin und die frühere Lebensgefährtin des Regisseurs Dieter Wedel. Das Paar war nach übereinstimmenden Medienberichten von 1997 bis 2009 zusammen und hat einen gemeinsamen Sohn. Größere öffentliche Aufmerksamkeit erhielt Voland im Februar 2018, als sie den Frauen Glauben schenkte, die Wedel sexuelle Übergriffe vorwarfen. Sie begründete ihre Haltung mit eigenen Erfahrungen aus der Beziehung, erklärte aber nicht, selbst Zeugin der konkret geschilderten Vorfälle gewesen zu sein.
Ein weiterer öffentlich dokumentierter Teil ihrer Geschichte ist ein Strafverfahren gegen sie selbst. Wedel hatte Voland beschuldigt, Geld für ihr Schweigen verlangt zu haben. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten sprach sie am 14. November 2022 vom Vorwurf der versuchten Erpressung frei, weil sich die Anschuldigung nicht nachweisen ließ. Ein genaues Geburtsdatum sowie Angaben zu ihrem heutigen Beziehungsstatus sind nicht zuverlässig öffentlich dokumentiert.
Die wichtigsten Fakten im Überblick
Beruf: Schauspielerin
Bekannt durch: Ihre Beziehung mit Dieter Wedel und ihre öffentlichen Aussagen aus dem Jahr 2018
Beziehung mit Dieter Wedel: Nach Medienangaben von 1997 bis 2009
Kind: Ein gemeinsamer Sohn namens Benjamin
Bekannte Rollen: Unter anderem in „Die Affäre Semmeling“, „Papa und Mama“, „Mein alter Freund Fritz“ und „Gier“
Geburtsdatum: Nicht zuverlässig öffentlich bestätigt
Gerichtsverfahren: Freispruch vom Vorwurf der versuchten Erpressung im November 2022
Volands Auftritte in den genannten Fernsehproduktionen sind in Film- und Produktionsdatenbanken dokumentiert. Die Beziehung und der gemeinsame Sohn wurden zudem wiederholt in Interviews und etablierten Medienberichten bestätigt.
Wer ist Dominique Voland?
Dominique Voland trat in den 2000er-Jahren in mehreren deutschen Fernsehproduktionen auf. In Dieter Wedels Mehrteiler „Die Affäre Semmeling“ spielte sie die Rolle der Monika. In dem ZDF-Mehrteiler „Papa und Mama“ war sie als Sigrid zu sehen. Es folgten kleinere Rollen in „Mein alter Freund Fritz“ und „Gier“. Für die RTL-Serie „Unter uns“ ist außerdem ein Auftritt aus dem Jahr 2011 dokumentiert.
Ihre öffentliche Bekanntheit beruht dennoch weniger auf einer umfangreichen Schauspielkarriere als auf ihrer langjährigen Verbindung zu Wedel. Spätere Berichte über sie konzentrierten sich fast ausschließlich auf diese Beziehung, ihre Aussagen zu den Vorwürfen gegen den Regisseur und das anschließend gegen sie geführte Strafverfahren.
Mehr Natascha Galuba
Die Beziehung mit Dieter Wedel
Dominique Voland und Dieter Wedel lernten sich nach einem Bericht des Stern 1997 kennen. Voland war damals 20 Jahre alt, Wedel 55. Die Beziehung dauerte zwölf Jahre und endete nach Volands Angaben 2009. Aus der Partnerschaft stammt der gemeinsame Sohn Benjamin, der 1999 geboren wurde.
Wedel führte während dieser Zeit zugleich eine langjährige Beziehung mit der Produzentin Uschi Wolters. Dass mehrere Partnerschaften parallel bestanden, war öffentlich bekannt. Voland erklärte später, sie habe im Verlauf ihrer Beziehung erfahren, dass Wedel weitere sexuelle Beziehungen unterhielt. Diese persönliche Erfahrung spielte eine zentrale Rolle bei ihrer späteren Bewertung der gegen ihn erhobenen Vorwürfe.
Warum Dominique Voland 2018 öffentlich sprach
Anfang 2018 berichteten mehrere Frauen über mutmaßliche sexuelle Übergriffe durch Dieter Wedel. Im Februar äußerte sich Dominique Voland erstmals ausführlicher gegenüber dem Magazin Gala. Sie sagte, sie glaube den Frauen, weil ihre eigenen Erfahrungen mit Wedel ihr Anlass zu der Annahme gäben, dass deren Schilderungen zutreffen könnten.
Voland sagte zugleich, sie habe während der Beziehung nichts von den konkret erhobenen Vorwürfen gewusst. Sie berichtete jedoch von anderen sexuellen Beziehungen Wedels und bewertete sein Verhalten in dem Interview äußerst kritisch. Dabei handelte es sich um Aussagen und Einschätzungen Volands, nicht um gerichtlich festgestellte Tatsachen.
Dieter Wedel wies die strafrechtlichen Vorwürfe gegen ihn zurück. Für ihn galt während des gesamten Verfahrens die Unschuldsvermutung.
Das Verfahren gegen Wedel endete ohne Urteil
Die Staatsanwaltschaft München I erhob am 4. März 2021 Anklage gegen Dieter Wedel wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung. Eine Schauspielerin beschuldigte ihn, sie 1996 während eines beruflichen Treffens in einem Münchner Hotel vergewaltigt zu haben. Die Staatsanwaltschaft betonte in ihrer Mitteilung ausdrücklich, dass der Tatverdacht noch vor Gericht hätte bewiesen werden müssen.
Zu einer Hauptverhandlung kam es nicht. Wedel starb am 13. Juli 2022 in Hamburg, bevor das Landgericht München I über die Eröffnung des Hauptverfahrens entschieden hatte. Das Gericht stellte das Verfahren am 20. Juli 2022 ein. Deshalb gab es weder eine Verurteilung noch einen gerichtlichen Freispruch zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen.
Was Voland nach Wedels Tod sagte
Wenige Tage nach Wedels Tod meldete sich Dominique Voland erneut öffentlich zu Wort. Gegenüber der Bild-Zeitung bezeichnete sie seinen Tod sinngemäß als das vorläufige Ende eines langen und demütigenden Prozesses. Sie sagte außerdem, dass sie und der gemeinsame Sohn weiterhin mit den Folgen der Vergangenheit umgehen müssten.
Diese Äußerungen zeigten, dass der Konflikt für Voland nicht mit dem Ende der Beziehung im Jahr 2009 abgeschlossen war. Weitergehende private Einzelheiten, die später in Boulevardmedien veröffentlicht wurden, sind für die Einordnung ihrer öffentlichen Rolle jedoch nicht erforderlich.
Der Erpressungsvorwurf und der Freispruch von 2022
Dieter Wedel hatte Dominique Voland im Februar 2018 angezeigt. Nach Darstellung der Anklage soll sie während eines Telefongesprächs Geld verlangt haben, damit sie sich im Zusammenhang mit der damaligen Berichterstattung nicht negativ über ihn äußere. In Medienberichten war von Forderungen von bis zu 300.000 Euro die Rede. Voland bestritt den Vorwurf.
Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten sprach sie am 14. November 2022 frei. Nach der Beweisaufnahme konnte das Gericht die angebliche Forderung nicht zweifelsfrei feststellen. Wedel war zu diesem Zeitpunkt bereits gestorben und konnte deshalb nicht mehr als Zeuge vernommen werden. Der Freispruch ist eines der wichtigsten bestätigten Ereignisse in Volands eigener öffentlicher Geschichte.
Was über Alter, Privatleben und heutige Tätigkeit bekannt ist
Ein offiziell bestätigtes Geburtsdatum von Dominique Voland ist nicht öffentlich dokumentiert. Der Stern berichtete, sie sei beim Kennenlernen mit Wedel im Jahr 1997 20 Jahre alt gewesen. Im November 2022 wurde sie in einem Bericht über den Freispruch als 45-Jährige bezeichnet. Daraus lässt sich ein Geburtsjahr um 1977 ableiten, eine amtlich oder von Voland selbst bestätigte Angabe liegt jedoch nicht vor.
Auch über einen heutigen Ehe- oder Lebenspartner, ihren Wohnort und aktuelle Schauspielprojekte liegen keine ausreichend belastbaren öffentlichen Informationen vor. Diese Lücken erlauben keine Schlussfolgerungen über ihr Privatleben oder ihre gegenwärtige berufliche Situation.
Quellen
Gala Das Magazin veröffentlichte im Februar 2018 Dominique Volands zentrale Aussagen zu ihrer Beziehung mit Dieter Wedel und zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen.
Bayerische Justiz Die Staatsanwaltschaft München I dokumentierte die Anklage gegen Dieter Wedel, während das Landgericht München I die spätere Einstellung des Verfahrens bestätigte.
Stern Das Magazin berichtete über den Beginn und die Dauer der Beziehung sowie über Dominique Volands Freispruch im November 2022.
Berliner Zeitung Der auf einer AFP-Meldung beruhende Bericht dokumentiert den Erpressungsvorwurf und den Freispruch vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten.
Crew United Die Produktionsdatenbank bestätigt Dominique Volands Rollen in mehreren deutschen Fernsehproduktionen.
filmportal.de Die Filmdatenbank führt Dominique Voland als Darstellerin in „Mein alter Freund Fritz“.
t-online Das Nachrichtenportal berichtete über Volands öffentliche Äußerungen nach Dieter Wedels Tod im Juli 2022.
Konrad Adam ist Autor bei The Blogus und schreibt über das Leben, die Karriere und den persönlichen Hintergrund bekannter Persönlichkeiten aus Deutschland und der internationalen Öffentlichkeit. Sein Schwerpunkt liegt auf sorgfältig recherchierten Biografien, aktuellen Karrierestationen und interessanten Fakten über Prominente. Dabei legt er Wert auf verständliche, sachliche und übersichtlich aufbereitete Inhalte.
