Florentina Hofbauer ist eine österreichische Autorin mit einer Ausbildung in Germanistik, Buch und Dramaturgie. Sie wurde 1992 als zweite Tochter der ORF-Moderatorin Vera Russwurm und des Theatermachers Peter Hofbauer geboren. Bekannt wurde sie zunächst durch ihre prominente Familie, später jedoch durch eigene Drehbücher und Bühnenarbeiten wie „Die Fürstin vom Weinberg“, „Limbus“ und „Göttin in Weiß“. Die jüngste größere Theaterproduktion, die sich in den geprüften öffentlichen Quellen eindeutig unter ihrem Namen nachweisen lässt, wurde 2022 uraufgeführt; neuere berufliche Projekte sind bis Juli 2026 nicht zuverlässig dokumentiert.
Über Florentina Hofbauers Privatleben liegen nur wenige bestätigte Informationen vor. Ein genaues Geburtsdatum, eine Ehe oder Partnerschaft, eigene Kinder und ihr heutiger Wohnort sind öffentlich nicht bekannt. Ältere Angaben zu München und den USA beschreiben jeweils den damaligen Stand und lassen keine sichere Aussage über ihre gegenwärtige Lebenssituation zu.
Die wichtigsten Fakten im Überblick
| Thema | Öffentlich belegter Stand |
| Name | Florentina Hofbauer |
| Geburtsjahr | 1992 |
| Alter im Juli 2026 | 33 oder 34 Jahre |
| Mutter | Vera Russwurm |
| Vater | Peter Hofbauer |
| Schwestern | Yara und Anabel Hofbauer |
| Ausbildung | Germanistik sowie Buch und Dramaturgie |
| Beruflicher Schwerpunkt | Schreiben für Theater, Film und redaktionelle Medien |
| Bekannte Arbeiten | „Moskau“, „Die Fürstin vom Weinberg“, „Die Fledermaus“, „Limbus“, „Göttin in Weiß“ |
| Partnerschaft und Kinder | nicht öffentlich bekannt |
| Aktueller Wohnort | nicht zuverlässig dokumentiert |
| Aktuelle berufliche Tätigkeit | in öffentlichen Quellen nicht bestätigt |
Das Geburtsjahr und die Stellung als zweite Tochter gehen aus der offiziellen ORF-Biografie von Vera Russwurm hervor. Da kein verlässlich dokumentiertes Geburtsdatum vorliegt, lässt sich Florentina Hofbauers Alter im Juli 2026 nur mit 33 oder 34 Jahren angeben.
Aufgewachsen in einer bekannten österreichischen Medienfamilie
Florentina Hofbauer ist die mittlere von drei Töchtern. Ihre ältere Schwester Yara wurde 1989 geboren, Florentina folgte 1992, die jüngere Schwester Anabel 1999. Mutter Vera Russwurm wurde durch zahlreiche ORF-Sendungen und ihre langjährige Talkshow bekannt. Vater Peter Hofbauer arbeitete als Medienmanager, Produzent und Theaterleiter und prägte unter anderem das Wiener Metropol.
Dass Florentina Hofbauer trotz dieser Herkunft lange kaum auf Familienfotos oder bei öffentlichen Auftritten zu sehen war, war offenbar eine bewusste Entscheidung. In einem Interview mit dem „Kurier“ sagte sie 2018, sie habe sich gegen solche Aufnahmen gewehrt, solange sie lediglich als „Promi-Tochter“ wahrgenommen worden sei. Erst mit einer eigenen Theaterarbeit habe sich die öffentliche Aufmerksamkeit für sie richtig angefühlt.
Diese Abgrenzung prägt auch die heutige Quellenlage. Während die beruflichen Projekte Florentina Hofbauers über Festivalprogramme, Interviews und Theaterarchive nachvollziehbar sind, hat sie ihr persönliches Leben weitgehend aus der Öffentlichkeit herausgehalten.
Studium in Wien und redaktionelle Arbeit in München
Florentina Hofbauer studierte Germanistik sowie Buch und Dramaturgie an der Filmakademie Wien. In der offiziellen Übersicht der Abschlussarbeiten wird sie als Autorin des Drehbuchs „Moskau“ geführt. Die Arbeit entstand im Fachbereich Buch und Dramaturgie unter Betreuung von Walter Wippersberg.
Im „Kurier“-Interview beschrieb Hofbauer „Moskau“ als Drehbuch über eine Familie. Eigene Erfahrungen flossen in den Stoff ein: Sie hatte zeitweise als Au-pair in Moskau gearbeitet, etwas Russisch gelernt und Erlebnisse aus dieser Zeit literarisch verarbeitet. Das Schreiben von Drehbüchern bezeichnete sie damals als berufliches Ziel.
Nach ihrem Bachelorabschluss zog Hofbauer nach München und begann ein Masterstudium. 2018 arbeitete sie nach eigenen Angaben als Redakteurin am Lehrstuhl für Mobile und Verteilte Systeme der Ludwig-Maximilians-Universität. Dort führte und verfasste sie Interviews für ein Magazin, das sich mit den Folgen der Digitalisierung für Unternehmen und Arbeitsabläufe beschäftigte. Ein unter ihrem Namen erschienener Beitrag über Digitalisierung und Theater wurde 2018 in der Fachzeitschrift „Digitale Welt“ veröffentlicht.
Ob Florentina Hofbauer diese Tätigkeit später fortsetzte, ist öffentlich nicht dokumentiert. Die Angabe sollte deshalb nicht als Beschreibung ihres heutigen Berufs verstanden werden.
Erste Bühnenarbeit mit Peter Hofbauer
Als Autorin trat Florentina Hofbauer zunächst gemeinsam mit ihrem Vater hervor. Das erste Werk, bei dem Florentina und Peter Hofbauer offiziell als Autorenduo firmierten, war die musikalische Komödie „Die Fürstin vom Weinberg“. Das Stück wurde am 18. Juli 2017 bei den Wachaufestspielen in Weißenkirchen uraufgeführt.
Die Handlung spielt im Jahr 1853 und verbindet eine Geschichte aus der Wachau mit Motiven aus der Ära Metternich. Im Mittelpunkt steht eine Wirtin, die durch ihre Verbindung zu einem Spitzel des damaligen Polizeistaates in politische und familiäre Verwicklungen gerät. Florentina Hofbauer arbeitete dabei nicht lediglich an einzelnen Dialogen mit; sie und ihr Vater wurden gemeinsam als Verfasser des Buches genannt.
2018 berichteten Vater und Tochter im „Kurier“ außerdem über ihre gemeinsame Neufassung von Johann Strauss’ Operette „Die Fledermaus“ für das Schloss-Weitra-Festival. Nach ihrer Darstellung schrieben beide an Entwürfen, überarbeiteten die Texte des jeweils anderen und diskutierten besonders über Sprache und politische Korrektheit. Ein Bericht aus dem Jahr 2021 dokumentiert eine Aufführung der modernen Fassung in Weitra. Aus den zugänglichen Berichten geht allerdings nicht eindeutig hervor, ob es sich 2021 um die erste Inszenierung, eine Wiederaufnahme oder eine überarbeitete Produktion handelte.
„Limbus“ brachte die Anerkennung als eigenständige Dramatikerin
Den deutlichsten Schritt aus dem familiären Autorenduo machte Florentina Hofbauer mit dem Drama „Limbus“. 2019 gewann der Text den ersten Stückewettbewerb des Theaters Kosmos in Bregenz. Die 18 eingereichten Arbeiten wurden anonymisiert von einer siebenköpfigen Jury beurteilt. Hofbauer erhielt für den Siegertext ein Preisgeld von 3.000 Euro.
„Limbus“ bringt zwei historische Frauen zusammen: Swetlana Allilujewa, die Tochter Josef Stalins, und Nelly Kröger-Mann, die Ehefrau Heinrich Manns. Beide lebten im Schatten mächtiger oder berühmter Männer und waren auf unterschiedliche Weise von Diktatur, Flucht, familiärer Abhängigkeit und Exil betroffen. Das Stück lässt sie in einem fiktiven Raum aufeinandertreffen und über Schuld, Herkunft und die Fremdbestimmung ihrer Lebensgeschichten sprechen.
Die Jury würdigte besonders, dass Hofbauer gesellschaftliche und familiäre Gewalt aus weiblicher Perspektive behandelte. Nach pandemiebedingten Verschiebungen kam das Stück im Januar 2022 am Theater Kosmos auf die Bühne. Johanna Tomek spielte Swetlana Allilujewa, Nicola Trub übernahm die Rolle Nelly Kröger-Manns, Regie führte Hubert Dragaschnig.
Die Aufführung wurde in der regionalen Kulturkritik differenziert aufgenommen. Gelobt wurden der Humor, die moderne Sprache und Hofbauers Fähigkeit, zwei schwere historische Biografien in einen lebendigen Dialog zu bringen. Zugleich wurde bemängelt, dass dem Text im Verlauf eine stärkere dramaturgische Zuspitzung fehle. Die Besprechung behandelte Hofbauer damit nicht nur als Tochter bekannter Eltern, sondern als Autorin, deren Werk nach regulären künstlerischen Maßstäben beurteilt wurde.
„Göttin in Weiß“ über Frauen in der Medizin
Im Juli 2022 folgte bei den Wachaufestspielen Weißenkirchen die musikalische Komödie „Göttin in Weiß“. Florentina Hofbauer schrieb das Stück, Peter Hofbauer verfasste die Musiktexte. Die Premiere fand am 19. Juli 2022 im Teisenhoferhof statt.
Die Handlung ist um das Jahr 1900 angesiedelt. Bei einem Ärztekongress soll darüber entschieden werden, ob Frauen zum Medizinstudium zugelassen werden. Um diese historische Ausgangslage entwickelte Hofbauer eine Unterhaltungskomödie mit familiären Konflikten, Intrigen, Verkleidungen und Bestechungsversuchen.
Damit griff sie erneut ein Thema auf, das bereits „Limbus“ bestimmte: Frauen kämpfen innerhalb gesellschaftlicher Strukturen um eine eigene Rolle und um das Recht, ihren Lebensweg selbst festzulegen. „Göttin in Weiß“ behandelt diesen Konflikt jedoch leichter und stärker mit den Mitteln der musikalischen Komödie.
Was Florentina Hofbauer heute macht
In den geprüften öffentlichen Quellen ist bis Juli 2026 kein neueres größeres Bühnenwerk Florentina Hofbauers eindeutig dokumentiert. Das Programmarchiv der Wachaufestspiele führt „Göttin in Weiß“ weiterhin als ihre Produktion aus dem Jahr 2022. „Die Fürstin vom Weinberg“ wurde 2025 in den Katalog der Plattform Theatertexte aufgenommen, doch dieser Eintrag betrifft das bereits 2017 uraufgeführte Werk und belegt kein neues Projekt.
Eine fehlende öffentliche Dokumentation bedeutet nicht, dass Florentina Hofbauer seit 2022 nicht mehr schreibt oder beruflich tätig ist. Belastbar feststellen lässt sich lediglich, dass neuere Projekte, ein aktuelles Arbeitsverhältnis oder eine offizielle berufliche Position in den zugänglichen Quellen nicht bestätigt werden.
Partnerschaft, Kinder und Wohnort sind nicht öffentlich bekannt
Florentina Hofbauer hat keine verlässlich dokumentierten Angaben zu einer Ehe, einer Partnerschaft oder eigenen Kindern veröffentlicht. Webseiten, die ohne nachvollziehbare Originalquelle einen Beziehungsstatus oder weitere private Einzelheiten nennen, liefern deshalb keinen belastbaren Nachweis.
Auch ihr heutiger Wohnort ist nicht bekannt. Im Jahr 2018 lebte und arbeitete Hofbauer nach eigener Aussage in München. Eine Kulturkritik bezeichnete sie Anfang 2022 als damals in den USA lebend. Ob sie weiterhin dort wohnt oder inzwischen an einen anderen Ort gezogen ist, lässt sich aus öffentlich zugänglichen Quellen nicht ableiten.
Das öffentlich belegte Bild Florentina Hofbauers ist daher klarer, als es manche allgemeinen Prominentenprofile vermuten lassen: Sie ist die Tochter von Vera Russwurm und Peter Hofbauer, hat aber ein eigenständiges Werk als Autorin entwickelt. Ihre Ausbildung, ihre Drehbucharbeit und mehrere Theaterproduktionen sind dokumentiert. Ihr heutiges Privatleben und ihre aktuelle berufliche Tätigkeit hält sie dagegen aus der Öffentlichkeit heraus.
Quallen:
ORF: Die offizielle Biografie von Vera Russwurm belegt Florentina Hofbauers Geburtsjahr und ihre Stellung als zweite von drei Töchtern.
Filmakademie Wien: Die offizielle Abschlussarbeitsübersicht führt „Moskau“ als Drehbuch von Florentina Hofbauer im Fachbereich Buch und Dramaturgie.
ORF Niederösterreich: Der Bericht dokumentiert „Die Fürstin vom Weinberg“ als erste gemeinsame Autorenarbeit von Florentina und Peter Hofbauer.
Vorarlberger Nachrichten: Die Zeitung belegt den anonym bewerteten Stückewettbewerb, den Sieg von „Limbus“ und das Preisgeld von 3.000 Euro.
Theater Kosmos: Das Theaterarchiv dokumentiert Handlung, Besetzung und Inszenierung von „Limbus“.
Wachaufestspiele Weißenkirchen: Das offizielle Programmarchiv bestätigt Florentina Hofbauer als Autorin von „Göttin in Weiß“ und nennt das Premierendatum.
Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft: Die Aufführungskritik ordnet die Stärken und dramaturgischen Schwächen von „Limbus“ ein und beschreibt Hofbauers damaligen Aufenthalt in den USA.
Claudia Androsch: Karriere, Familie und was über ihr Privatleben belegt ist
Konrad Adam ist Autor bei The Blogus und schreibt über das Leben, die Karriere und den persönlichen Hintergrund bekannter Persönlichkeiten aus Deutschland und der internationalen Öffentlichkeit. Sein Schwerpunkt liegt auf sorgfältig recherchierten Biografien, aktuellen Karrierestationen und interessanten Fakten über Prominente. Dabei legt er Wert auf verständliche, sachliche und übersichtlich aufbereitete Inhalte.
