Michael Bram Pfleghar: Wencke Myhres Sohn arbeitet als Regisseur in Norwegen

Michael Bram Pfleghar ist der gemeinsame Sohn der norwegischen Sängerin Wencke Myhre und des deutschen Film- und Fernsehregisseurs Michael Pfleghar. Er wurde am 6. April 1982 geboren und arbeitet selbst als Regisseur und Filmschaffender in Norwegen. Zu seinen dokumentierten Projekten gehören die Kinderserie „Maks gass“, der Katastrophenfilm „Nordsjøen“ und die Netflix-Produktion „Troll“. Außerdem dreht er Werbe- und Unternehmensfilme. Ein aktueller norwegischer Registerauszug führt ihn 2026 weiterhin als Inhaber von Michael Pfleghar Productions.

Der verstorbene Regisseur Michael Pfleghar war sein Vater

Der Name führt regelmäßig zu einer Verwechslung. Michael Bram Pfleghar ist nicht der deutsche Regisseur, der zwischen 1933 und 1991 lebte und mit Produktionen wie „Klimbim“, „Wünsch Dir was“ und „Die Tote von Beverly Hills“ bekannt wurde. Dieser ältere Michael Pfleghar war sein Vater.

Auch die Schreibweisen „Michael Pfleghar junior“ und „Michael Pfleghar jr.“ beziehen sich in neueren norwegischen Produktionsangaben auf Michael Bram Pfleghar. Die norwegische Nationalbibliothek verwendet den Zusatz beispielsweise in den Stablisten von „Nordsjøen“ und „Troll“. Das zusätzliche „Bram“ ermöglicht deshalb die eindeutigste Unterscheidung zwischen Vater und Sohn.

Einige deutschsprachige Internetseiten schreiben Michael Bram Pfleghar irrtümlich einen Tod oder ein „tragisches Ende“ zu. Gemeint ist dabei offenbar sein Vater, der am 23. Juni 1991 in Düsseldorf starb. Michael Bram Pfleghar ist eine andere Person und wird in aktuellen norwegischen Unternehmensdaten weiterhin als beruflich aktiv geführt.

Sohn von Wencke Myhre und Michael Pfleghar

Michael Bram Pfleghars Mutter ist die in Deutschland meist als Wencke Myhre bekannte Sängerin und Schauspielerin. In Norwegen wird ihr Vorname überwiegend Wenche geschrieben. Sie gehörte seit den 1960er-Jahren zu den erfolgreichsten skandinavischen Künstlerinnen im deutschsprachigen Raum. Zu ihren bekannten Titeln zählen „Er steht im Tor“ und „Er hat ein knallrotes Gummiboot“.

Wencke Myhre heiratete den deutschen Regisseur Michael Pfleghar 1981. Die Ehe wurde 1990 geschieden. Ihr gemeinsamer Sohn Michael Bram kam 1982 zur Welt. Er ist das jüngste der vier Kinder der Sängerin und hat mit Kim, Fam Katharina und Dan Friis-Møller drei ältere Halbgeschwister aus Myhres erster Ehe.

Sein Vater starb, als Michael Bram neun Jahre alt war. Später erklärte der Sohn, er habe erst nach dessen Tod vollständig verstanden, wie stark ihn dessen Arbeit beeinflusst hatte. Durch erhaltene Filme und Fernsehsendungen konnte er sich mit dem Werk seines Vaters beschäftigen, obwohl eine längere persönliche Zusammenarbeit nicht mehr möglich war.

Mehr:Ellen Ziolo Herkunft

Eine Kindheit zwischen Tourneen und Kameras

Michael Bram Pfleghar wuchs nicht außerhalb, sondern mitten im Unterhaltungsbetrieb auf. Wencke Myhre nahm ihre Kinder zeitweise mit auf Tournee. Bereits als Kleinkind war Michael in einer norwegisch-deutschen Fernsehdokumentation über die Tournee seiner Mutter zu sehen.

Sein Interesse galt früh weniger der Bühne als der Technik hinter den Bildern. In einem späteren gemeinsamen Interview berichteten Mutter und Sohn, dass er im Alter von sieben oder acht Jahren Kameras an ferngesteuerten Autos, Fahrrädern und Mopeds befestigte. Mehrere Geräte überstanden diese Experimente nicht. Die Geschichte ist mehr als eine Familienanekdote, denn sie markiert den Beginn eines beruflichen Interesses, das sich später von Kamera- und Lichtarbeit zur Regie entwickelte.

Mutter und Sohn arbeiteten später auch professionell zusammen. Michael filmte Wencke Myhre bei Produktionen im In- und Ausland und führte bei einem Werbespot mit ihr Regie. Myhre beschrieb die Zusammenarbeit am Set als Verhältnis zwischen zwei Kollegen, nicht zwischen Mutter und Sohn.

Über Michael Bram Pfleghars heutiges Privatleben ist dagegen wenig verlässlich dokumentiert. Die ausgewerteten Branchenprofile, Interviews und Unternehmensdaten enthalten keine bestätigten Angaben zu einer Ehefrau, Partnerin oder eigenen Kindern. Auch öffentlich verbreitete Schätzungen zu seinem Vermögen lassen sich nicht durch Geschäftsberichte oder andere belastbare Quellen belegen. Seine Firma ist ein Einzelunternehmen, das keine öffentlich einsehbaren Jahresabschlüsse mit persönlichen Einkommensangaben bereitstellt.

Vom Beleuchter zum Werberegisseur

Bevor Michael Bram Pfleghar als Regisseur arbeitete, sammelte er praktische Erfahrung in norwegischen Filmteams. In einem Interview mit der New York Film Academy erklärte er, bereits mehrere Jahre als Beleuchter gearbeitet zu haben, bevor er 2004 einen zwölfwöchigen Abendkurs für Filmemacher an der Akademie in Los Angeles besuchte.

Sein dort entstandener Abschlussfilm „Fastfinger“ war ein stummer Western auf 16-Millimeter-Film. Statt mit Pistolen trugen die Figuren ihr Duell mit Mobiltelefonen aus. Nach seiner Rückkehr nach Norwegen nutzte Pfleghar den Kurzfilm, um sich bei Produzenten vorzustellen. Er begann mit internen Unternehmensfilmen, wechselte zu Webwerbung und erhielt anschließend erste Aufträge für Fernsehspots. 2011 gab er an, monatlich etwa ein bis zwei Werbefilme zu drehen.

Bereits 2009 wurde er als Regisseur und Filmproduzent bezeichnet. Damals betrieb er gemeinsam mit Philip Borgli die Produktionsfirma Jalla Film. In den folgenden Jahren arbeitete er unter anderem für die norwegischen Produktionsunternehmen Small Film und Rollo Tomasi. Branchenberichte aus dieser Zeit nennen Humor, Action und visuell aufwendige Werbeproduktionen als Schwerpunkte seiner Arbeit.

Daneben führt er das Einzelunternehmen Michael Pfleghar Productions. Das norwegische Unternehmensregister ordnet die Firma der Produktion von Filmen, Videos und Fernsehprogrammen zu. Der Betrieb ist in der Kommune Asker registriert und wird weiterhin unter seinem Namen geführt. Die Registerangaben belegen eine aktive unternehmerische Tätigkeit, sagen jedoch nichts über Umsatz, Größe des Teams oder einzelne Auftraggeber aus.

Seine Arbeit bei „Nordsjøen“, „Troll“ und „Maks gass“

Einen größeren Spielfilm-Credit erhielt Pfleghar beim norwegischen Katastrophenfilm „Nordsjøen“, der international unter dem Titel „The Burning Sea“ veröffentlicht wurde. Die norwegische Nationalbibliothek führt ihn dort als Regisseur einer zweiten Filmeinheit. Solche zusätzlichen Teams übernehmen eigenständig geplante Aufnahmen, häufig Actionszenen, Außenbilder oder technisch aufwendige Sequenzen, während die Hauptregie parallel an anderen Szenen arbeitet.

Bei Roar Uthaugs Netflix-Film „Troll“ aus dem Jahr 2022 war seine Funktion anders. Die offizielle norwegische Filmografie nennt Michael Pfleghar junior dort als zweiten Regieassistenten. Er war somit Teil des Regieteams, führte aber nicht die Hauptregie des Films. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil mehrere Online-Filmprofile verschiedene Tätigkeiten unter der allgemeinen Kategorie „Second Unit or Assistant Director“ zusammenfassen.

Als verantwortlicher Regisseur arbeitete Pfleghar an der norwegischen Kinder- und Familienserie „Maks gass“. Das Format begleitet Morten Strand und seinen Hund Saft auf einer Reise zu jungen Motorsportlern. In den einzelnen Folgen geht es unter anderem um Drag Racing, Motocross, Trial, Jetski und Quadrennen. Die 2022 veröffentlichte Produktion stammt von NRK; Apple TV führt Michael Pfleghar ausdrücklich als Regisseur der Serie.

Seine Filmografie zeigt damit zwei unterschiedliche Arbeitsfelder. Bei großen Kinoproduktionen übernimmt er Aufgaben innerhalb erweiterter Regieteams. Bei Fernseh-, Werbe- und Unternehmensfilmen trägt er selbst die Regieverantwortung.

Was Michael Bram Pfleghar heute macht

Im Januar 2024 meldete das norwegische Branchenmagazin Kreativt Forum, dass Michael Pfleghar als Regisseur zu Wemake gekommen sei. Die Produktionsfirma stellte ihn als erfahrenen Werbefilmer vor, dessen Arbeiten häufig Action, Humor, prominente Darsteller oder aufwendig inszenierte Lebensmittel verbinden. Zuvor hatte er mehrere Jahre verstärkt an größeren Spiel- und Fernsehproduktionen gearbeitet.

Für Wemake führte er unter anderem bei einem historischen Unternehmensfilm für Den Norske Krigsforsikring for Skib Regie. Die Produktion zeichnete zentrale Stationen aus der Geschichte des norwegischen Schiffsversicherers nach. Weitere dokumentierte Werbearbeiten entstanden 2024 für den Baustoffhändler Optimera. Auch bei Produktionen für Godfisk und dem Sportprojekt „Støl – Funkygine Challenge“ wird er als Regisseur genannt.

Ob Pfleghar 2026 weiterhin dauerhaft oder exklusiv an Wemake gebunden ist, wird in neueren öffentlich zugänglichen Unternehmensmeldungen nicht bestätigt. Belegt ist jedoch, dass Michael Pfleghar Productions weiterhin aktiv registriert ist. Sein aktuelles berufliches Profil liegt damit vor allem in der norwegischen Film-, Fernseh- und Werbeproduktion, nicht in einer öffentlichen Prominentenrolle wie bei seinen Eltern.

Quellen: Brønnøysundregistrene | Norsk filmografi der Nationalbibliothek Norwegens | New York Film Academy | Kreativt Forum | Her og Nå

Recent Articles

spot_img

Related Stories

Leave A Reply

Please enter your comment!
Please enter your name here

Stay on op - Ge the daily news in your inbox